Als nationales inter- und transdisziplinäres Netzwerk fördert das Forum das Wissen und den Diskurs über Landschaft und landschaftsverändernde Prozesse. Dabei schliesst es Berggebiete und ihr Umland, (peri-)urbane und ländliche Regionen sowie die Wechselbeziehungen zwischen diesen Räumen mit ein.mehr

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FoLAP-Projektunterstützung

Das Forum Landschaft, Alpen, Pärke (FoLAP) fördert das Wissen und den Diskurs über Landschaft und landschaftsverändernde Prozesse. Es setzt sich für nachhaltige Gestaltungs-, Entwicklungs- und Schutzkonzepte ein. Die FoLAP-Kernthemen bilden dabei thematische Schwerpunkte.

Seit 2024 fördert das FoLAP gezielt finanziell Projekte im Kontext der Kernthemen, um Wissenslücken zu schliessen und thematische Schwerpunkte zu setzen. Die Projektunterstützung bietet der Zielgruppe eine zusätzliche Finanzierungsmöglichkeit und leistet einen angemessenen Beitrag für die Umsetzung. Die Anschubfinanzierung ermöglicht zudem, Geld für das Ausarbeiten eines Projektantrags zuhanden weiterer Geldgeber zu beantragen.

Teilnahmeberechtigt sind Schweizer Institutionen aus Forschung, Planung, Verwaltung, Praxis sowie Privatpersonen. Gewünscht sind Kooperationen zwischen Forschung und Praxis.

Die Projektunterstützung unterscheidet zwischen zwei Gefässen:

  • Die Anschubfinanzierung dient dem Ausarbeiten einer Projektidee für weitere Finanzgesuche
  • Die Co-Finanzierung dient der Unterstützung der Durchführung bereits ausgearbeiteter und anderweitig teilfinanzierter Projekte mit hohem Multiplikationspotenzial

Es werden explizit Projekte an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis unterstützt. Anschubfinanzierung und Co-Finanzierung werden grundsätzlich gleichbehandelt. Projektanträge für die Anschubfinanzierung können jedoch bevorzugt berücksichtigt werden, wenn sie mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz ein hohes Potenzial zur Mobilisierung weiterer Fördermittel aufzeigen.

Projekteingaben für 2026 sind ab sofort und bis und mit 1. März 2026 möglich. Die Eingabe erfolgt über dieses Online-Formular mit folgenden Angaben:

  • Für alle Eingaben: Titel; Hauptantragsteller:in inkl. Kurz-CV (1-2 Seiten); Projektkurzbeschrieb; Bezug zu den Kernthemen; Erfüllung der Vergabekriterien.
  • Für Co-Finanzierung zusätzlich: Projektbeschrieb; weitere Projektpartner, Projektorganisation und Rollen; grobes Projektbudget; Zeitplan; Referenzprojekte des/der Antragsstellenden.
  • Für Anschubfinanzierung zusätzlich: Publikationsliste des/der Antragsstellenden; Institutionen, bei welcher der auszuarbeitende Antrag eingereicht wird; Höhe der einzuwerbenden Mittel; grober vorgesehener Zeitplan.

Im Falle von unvollständigen Projektunterlagen behalten wir uns vor, das Projekt nicht zu bewerten.

Die Projekte werden anschliessend von jeweils mindestens zwei ausgewählten Fachpersonen aus dem FoLAP-Plenum reviewt und nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Inter- und Transdisziplinarität, Diversität der Projektgruppe
  • Innovativer Charakter des Projekts
  • Wissenschaftliche Qualität und/oder Praxisrelevanz: Projekte müssen über rein umweltpolitische und/oder aktivistische Interessen hinausgehen. Eine direkte Anbindung an eine Forschungsinstitution ist nicht Voraussetzung, aber eine «Nähe» zur Forschung im Sinne einer systematischen Herangehensweise ist Pflicht.
  • Praxisrelevanz: Die Projekte müssen eine Relevanz für «die Praxis» (z.B. zur Lösung eines spezifischen Problems) aufweisen. Im Gesuch sind die Praxisakteur:innen zu benennen, die potenziell einen Nutzen aus dem Projekt ziehen können.
  • Relevanz des Themas, Bezug zu einem der FoLAP-Kernthemen oder wichtigen Themen von FoLAP-Gremien bzw. gegebenenfalls zum Themenfokus (jährlicher Schwerpunkt), sofern vorhanden
  • Qualifikation der Antragsstellenden für die Durchführung des eingereichten oder (bei Anschubfinanzierung) einzureichenden Projektes

Zusätzliches Zulassungskriterium für die Anschubfinanzierung:

  • Die Erfolgsaussichten für die Weiterfinanzierung des Projekts werden beurteilt. Entsprechend ist darzulegen, bei welchen potenziellen Geldgebern das ausgearbeitete Projekt eingereicht werden soll.

Zusätzliches Zulassungskriterium für die Co-Finanzierung:

  • Multiplikatoreffekt: Es ist auszuweisen, wie die Erkenntnisse/Resultate an anderen Orten oder unter anderen Begebenheiten weiterverwendet werden können (z.B. durch die Entwicklung einer Methode). Das kann auch sehr praxisbezogen (Pilotstudie, Kommunikation…) sein.

Jeweils im Mai wird über die Vergabe entschieden.

Alle weiteren Informationen sowie Bedingungen zum Fördergefäss sind im Konzept rechts in der Infobox zu finden.

Die Projekte von 2024 und 2025

  • Erreichbarkeit von Waldeingängen aus der Stadt St. Gallen für Personen mit unterschiedlicher Gehgeschwindigkeit
  • Living Lands - Ökosysteme verstehen lernen
  • Gantrisch Photopoints - Ein partizipatives Monitoringprojekt mit fixen Fotopunkten: Bürgerinnen und Bürger porträtieren die Landschaft
  • Territoriale Erkundung im Archipel-Tal: Das Territorium zum Sprechen bringen – die Landschaft spüren
  • «Co-habiter» - ein Projekt, das den Bewohnerinnen und Bewohner von Lavaux eine Stimme gibt!
  • Partizipativer Prozess zur Neugestaltung der Landschaft Fontana - Bosco - Mondada im Bavonatal TI
  • «Auf den Spuren der ersten Granitarbeiter» - die Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte. Menschliche Nutzung der natürlichen Ressourcen am Hang der Fodze-Wälder.
  • Erreichbarkeit von Waldeingängen aus der Stadt St. Gallen für Personen mit unterschiedlicher GehgeschwindigkeitBild: ©Matthias Erni1/7
  • Living Lands - Ökosysteme verstehen lernenBild: ©Vincent Grand2/7
  • Gantrisch Photopoints - Ein partizipatives Monitoringprojekt mit fixen Fotopunkten: Bürgerinnen und Bürger porträtieren die LandschaftBild: ©Naturpark Gantrisch / [Fotografin : Nicole Dahinden]3/7
  • Territoriale Erkundung im Archipel-Tal: Das Territorium zum Sprechen bringen – die Landschaft spüren4/7
  • «Co-habiter» - ein Projekt, das den Bewohnerinnen und Bewohner von Lavaux eine Stimme gibt!Bild: ©Vincent Bailly5/7
  • Partizipativer Prozess zur Neugestaltung der Landschaft Fontana - Bosco - Mondada im Bavonatal TIBild: ©Dante Bianchi6/7
  • «Auf den Spuren der ersten Granitarbeiter» - die Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte. Menschliche Nutzung der natürlichen Ressourcen am Hang der Fodze-Wälder.Bild: ©Association MdS-Fodze7/7
  • Erreichbarkeit von Waldeingängen aus der Stadt St. Gallen für Personen mit unterschiedlicher Gehgeschwindigkeit
  • Living Lands - Ökosysteme verstehen lernen
  • Gantrisch Photopoints - Ein partizipatives Monitoringprojekt mit fixen Fotopunkten: Bürgerinnen und Bürger porträtieren die Landschaft
  • Territoriale Erkundung im Archipel-Tal: Das Territorium zum Sprechen bringen – die Landschaft spüren
  • «Co-habiter» - ein Projekt, das den Bewohnerinnen und Bewohner von Lavaux eine Stimme gibt!
  • Partizipativer Prozess zur Neugestaltung der Landschaft Fontana - Bosco - Mondada im Bavonatal TI
  • «Auf den Spuren der ersten Granitarbeiter» - die Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte. Menschliche Nutzung der natürlichen Ressourcen am Hang der Fodze-Wälder.
Erreichbarkeit von Waldeingängen aus der Stadt St. Gallen für Personen mit unterschiedlicher GehgeschwindigkeitBild: ©Matthias Erni1/7

Kontakt

Lea Reusser
SCNAT
Forum Landschaft, Alpen, Pärke (FoLAP)
Haus der Akademien
Postfach
3001 Bern


Projektunterstützung 2025

«Co-habiter» - ein Projekt, das den Bewohnerinnen und Bewohner von Lavaux eine Stimme gibt!
«Co-habiter» - ein Projekt, das den Bewohnerinnen und Bewohner von Lavaux eine Stimme gibt!
«Co-habiter» - ein Projekt, das den Bewohnerinnen und Bewohner von Lavaux eine Stimme gibt!Bild: ©Vincent Bailly
Bild: ©Vincent Bailly

«Co-habiter» ist ein Forschungsprojekt, das den Bewohnerinnen und Bewohnern des Lavaux eine Stimme gibt.

Ziele: Den Dialog fördern, eine Vielfalt von Verbindungen zum Territorium und zum Kulturerbe aufwerten und Aktionen aufbauen, um gemeinsam dieses UNESCO-Weltkulturerbe zu erhalten.

Partizipativer Prozess zur Neugestaltung der Landschaft Fontana - Bosco - Mondada im Bavonatal TI
Partizipativer Prozess zur Neugestaltung der Landschaft Fontana - Bosco - Mondada im Bavonatal TI
Partizipativer Prozess zur Neugestaltung der Landschaft Fontana - Bosco - Mondada im Bavonatal TIBild: ©Dante Bianchi
Bild: ©Dante Bianchi

Nach dem Unwetter von Juni 2024, das die Landschaft von Fontana - Bosco - Mondada im Bavonatal zerstört hat, wurde ein Projekt zur Neugestaltung iniziiert. Dessen erste Phase ist ein Mitwirkungsprozess, über den die Gemeinschaft und die lokalen Betroffenen die Zukunft des Gebiets aktiv mitgestalten können.

«Auf den Spuren der ersten Granitarbeiter» - die Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte. Menschliche Nutzung der natürlichen Ressourcen am Hang der Fodze-Wälder.
«Auf den Spuren der ersten Granitarbeiter» - die Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte. Menschliche Nutzung der natürlichen Ressourcen am Hang der Fodze-Wälder.
«Auf den Spuren der ersten Granitarbeiter» - die Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte. Menschliche Nutzung der natürlichen Ressourcen am Hang der Fodze-Wälder.Bild: ©Association MdS-Fodze
Bild: ©Association MdS-Fodze

Nutzung der natürlichen Ressourcen des Hügels von Fodze

180 Jahre später... Bilanz... Wo stehen wir heute? Der Hügel von Fodze, die Wiege der Gletschertheorie und der ungebremsten Nutzung von Findlingen, ist ein Reservoir der Artenvielfalt. Dennoch sind sein historisches und natürliches Erbe weiterhin bedroht, wodurch eine Erinnerung ausgelöscht wird, die weit über unsere Grenzen hinaus bekannt ist. Trotz des Bewusstseins und der Schutzmassnahmen reicht dies nicht aus. Es ist dringend notwendig, diese Überreste zu erfassen, zu analysieren, zu bewahren und aufzuwerten. Dies ist eine kollektive Verantwortung.

Projektunterstützung 2024

Erreichbarkeit von Waldeingängen aus der Stadt St. Gallen für Personen mit unterschiedlicher Gehgeschwindigkeit
Erreichbarkeit von Waldeingängen aus der Stadt St. Gallen für Personen mit unterschiedlicher Gehgeschwindigkeit
Erreichbarkeit von Waldeingängen aus der Stadt St. Gallen für Personen mit unterschiedlicher GehgeschwindigkeitBild: ©Matthias Erni
Bild: ©Matthias Erni

Welche Wohngebiete sind wie gut durch Erholungsräume erschlossen? Dazu wurde eine GIS-basierte Modellierung erstellt, die schnell und einfach grossräumig berechnet und auf verschiedene Regionen oder andere Themenfelder (z.B. Erreichbarkeit von Schulen) übertragen werden kann.

Living Lands - Ökosysteme verstehen lernen
Living Lands - Ökosysteme verstehen lernen
Living Lands - Ökosysteme verstehen lernenBild: ©Vincent Grand
Bild: ©Vincent Grand

«Living Lands» basiert auf der Jungfrau Region und hat zum Ziel, die essenzielle Rolle von intakten und gesunden Ökosystemen erlebnisorientiert zu vermitteln. Dies geschieht über ein Printmedium, welches mit Augmented Reality erweitert wird und so ein interaktives 3D-Modell der Region ermöglicht.

Gantrisch Photopoints - Ein partizipatives Monitoringprojekt mit fixen Fotopunkten: Bürgerinnen und Bürger porträtieren die Landschaft
Gantrisch Photopoints - Ein partizipatives Monitoringprojekt mit fixen Fotopunkten: Bürgerinnen und Bürger porträtieren die Landschaft
Gantrisch Photopoints - Ein partizipatives Monitoringprojekt mit fixen Fotopunkten: Bürgerinnen und Bürger porträtieren die LandschaftBild: ©Naturpark Gantrisch / [Fotografin : Nicole Dahinden]
Bild: ©Naturpark Gantrisch / [Fotografin : Nicole Dahinden]

Ein partizipatives Monitoringprojekt mit fixen Fotopunkten: Bürgerinnen und Bürger fotografieren regelmässig die Landschaft. Die Bilderreihen dokumentieren Veränderungen und sensibilisieren für langfristige Entwicklungen.

Territoriale Erkundung im Archipel-Tal: Das Territorium zum Sprechen bringen – die Landschaft spüren
Territoriale Erkundung im Archipel-Tal: Das Territorium zum Sprechen bringen – die Landschaft spüren
Territoriale Erkundung im Archipel-Tal: Das Territorium zum Sprechen bringen – die Landschaft spüren

Der Verein Vallée Archipel wurde von dem Architekturbüro Mijong gegründet. Der Verein entwickelt ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, in dem Architekten, eine Anthropologin und eine Grafikerin zusammenarbeiten. Das Projekt befasst sich mit der engen Bindung der Bewohnerinnen und Bewohner an das Rhônetal.

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