2. Schweizer Landschaftskongress im Zeichen des Landschaftsdialogs

Am 19./20. Oktober streamte der 2. Schweizer Landschaftskongress durchs Internet, nachdem die physische Durchführung im SwissTech Conference Center bei der EPFL in Lausanne nicht möglich war. Unter den Titel «Dialog über Grenzen hinweg» war der Kongress durchwegs auf Doppelreferate ausgerichtet mit Referenten-Tandems mit jeweils unterschiedlichem disziplinärem oder institutionellem Hintergrund.

2. Schweizer Landschaftskongress
Bild: Landschaftskongress

Die Hauptreferate brachten deutlich zum Ausdruck, wie grundlegend die Ressourcenfrage die künftige Landschaftsentwicklung prägen wird. So analysierten etwa die Stadtplanerin Paula Viganò und die Bodenforscherin Claire Guenat von der EPFL ENAC, welche Rolle die Multifunktionalität des Bodens in der Entwicklung der Stadtlandschaft übernehmen soll. Der Philosoph und Architekturhistoriker Sébastien Marot und der Agrarökonom Matthieu Calame präsentierten Szenarien, die deutlich machten, dass der Klimawandel und die Energiewende die Landschaftsentwicklung längst nicht nur durch den Bau von Energieanlagen beeinflussen wird, sondern möglicherweise durch eine vollständige Umstrukturierung der räumlichen Ordnung, etwa durch eine Tendenz zur lokalen Produktion und Versorgung und damit zur einer starken Dezentralisierung. Offen bleibt dabei, wie weit diese Überlegungen auch für die Stadtlandschaft Schweiz relevant sind und damit bisherige Paradigmen der Raumplanung in Frage stellen. Mit der Beteiligung eines breiten Spektrums von Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen und Institutionen war der 2. Schweizer Landschaftskongress auch in dieser virtuellen Ausgabe ein voller Erfolg. Die Hauptreferate können Sie hier nachhören.

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