Als nationales inter- und transdisziplinäres Netzwerk fördert das Forum das Wissen und den Diskurs über Landschaft und landschaftsverändernde Prozesse. Dabei schliesst es Berggebiete und ihr Umland, (peri-)urbane und ländliche Regionen sowie die Wechselbeziehungen zwischen diesen Räumen mit ein.mehr

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Internationale Best Practices in der Früherkennung

Am 24. Februar 2026 tauschten sich führende Expertinnen und Experten aus der Schweiz und Europa zu Best Practices in der Früherkennung aus. Das Treffen fand im Rahmen des Projekts «Methodisches Vorgehen zur Früherkennung gesellschaftlich relevanter Fragen» statt. Im Projekt entwickeln die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) gemeinsam eine systematische Vorgehensweise für die Früherkennung von gesellschaftlich relevanten Themen.

Früherkennung
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Das Treffen war geprägt von inspirierenden Impulsen zu führenden Ansätzen.

Dexter Docherty (OECD) und Bryonie Guthrie (WEF) zeigten auf, wie sich Künstliche Intelligenz in der Früherkennung nutzen lässt. Die Grundlage dafür lieferte das White Paper «AI in strategic foresight». Eindrücklich war auch der Einblick in das Transformation Maps Tool des World Economic Forum. Dieses bildet zentrale Transformationskräfte (z. B. Klimawandel oder Künstliche Intelligenz) systematisch ab und zeigt damit verbundene Themen, relevante Akteure sowie Wissensressourcen auf. Die Diskussion zeigte, dass Künstliche Intelligenz bereits erstaunliches kann, und beim Auffinden von blinden Flecken, der Verknüpfung von Themen sowie in der Kommunikation hilfreich ist.

Sylvia Veenhoff (Umweltbundesamt Deutschland) teilte Einblicke in den Horizon-Scanning-Prozess des deutschen Umweltbundesamtes welcher hilft, in einer unübersichtlichen Welt relevante Entwicklungen zu identifizieren. In einem strukturierten Verfahren werden hier Themen schrittweise konkretisiert und priorisiert. Das Horizon Scanning ist dabei nur eine von mehreren Foresight-Methoden, mit denen das UBA eine vorausschauende Forschung und Politikgestaltung sicherstellt.

Niklas Gudowsky-Blatakes (Österreichische Akademie der Wissenschaften) präsentierte das Monitoring für das Österreichische Parlament, ein eindrücklicher Trendreport, der zweimal jährlich erscheint. In einem effizienten, zeitlich kompakten Prozess werden mithilfe von Meta-Scanning (Scan bestehender Scans) und automatisiertem Monitoring jeweils sechs neue sozio-technische Themen entwickelt. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften arbeitet dabei eng mit dem Institut für Technologiefolgen-Abschätzung (ITA) sowie dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zusammen.

Die Learnings aus dem Austausch werden zusammen mit den anschliessenden, vertieften Diskussionen dreier konkreter, vielversprechender methodischer Ansätze in die weitere Arbeit am Projekt einfliessen.

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Lukas Guyer
SCNAT
Initiative für Nachhaltigkeitsforschung (SRI)
Haus der Akademien
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