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Konstruktive Debatte zu PFAS unterstützen

Die Ewigkeitschemikalien PFAS sind innert weniger Jahre ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Die SCNAT und Partner aus der Wissenschaft haben mit einem Politanlass, Faktenblatt und Podcast eine sachliche Debatte unterstützt.

Im Podcast Nachtisch der SCNAT diskutierten Alexandra Kroll, Biologin am Ökotox-Zentrum, und Kurt Seiler, Kantonschemiker in Schaffhausen, wie PFAS sich im Trinkwasser eindämmen lassen.
Im Podcast Nachtisch der SCNAT diskutierten Alexandra Kroll, Biologin am Ökotox-Zentrum, und Kurt Seiler, Kantonschemiker in Schaffhausen, wie PFAS sich im Trinkwasser eindämmen lassen.
Im Podcast Nachtisch der SCNAT diskutierten Alexandra Kroll, Biologin am Ökotox-Zentrum, und Kurt Seiler, Kantonschemiker in Schaffhausen, wie PFAS sich im Trinkwasser eindämmen lassen.Bild: Mirco Häberli
Bild: Mirco Häberli

Diesen und weitere Artikel finden Sie im Jahresbericht 2025 der SCNAT.

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind eine Gruppe von mehreren tausend Chemikalien, die seit den 1940er Jahren verwendet werden. Einige hundert davon sind relevant für die Schweizer Wirtschaft. Sie sind fett-, schmutz- und wasserabweisend und chemisch und thermisch äusserst stabil. PFAS werden in unzähligen Produkten und Anwendungen eingesetzt, etwa in wetterfester Kleidung, Antihaftbeschichtungen (Teflon) oder Lebensmittelverpackungen.

So nützlich diese Chemikalien sind, ihre Beständigkeit ist ein Problem. Fast in allen Proben aus der Umwelt (Böden, Grundwasser) und aus menschlichem Blut können PFAS nachgewiesen werden, teilweise in kritischen Konzentrationen. Und es zeigen sich zunehmend negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Zwar wurden bisher weniger als ein Prozent aller PFAS auf ihre gesundheitlichen Auswirkungen untersucht. Dabei zeigte sich jedoch fast immer eine chronische Giftigkeit.

Aus Sicht der Wissenschaft ist deshalb klar: Sollen stetig steigende Konzentrationen an PFAS verhindert und die damit verbundenen Risiken gesenkt werden, braucht es einen schrittweisen, koordinierten Ausstieg aus der Anwendung und die Reduktion bereits bestehender Belastungen. Als erstes müssten dazu weitere sichere Alternativen entwickelt werden.

Ein solcher PFAS-Ausstieg bedingt eine enge Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Akteurinnen und Akteuren über Jahrzehnte hinweg. Zentral dabei ist ein fortlaufender Dialog, damit zukunftsweisende Entscheide auf dem aktuellen Stand getroffen werden können.

Marcel Falk

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