Als nationales inter- und transdisziplinäres Netzwerk fördert das Forum das Wissen und den Diskurs über Landschaft und landschaftsverändernde Prozesse. Dabei schliesst es Berggebiete und ihr Umland, (peri-)urbane und ländliche Regionen sowie die Wechselbeziehungen zwischen diesen Räumen mit ein.mehr

Bild: Naturmotive, stock-adobe.commehr

Forschungsprojekt FLOW-BIOS

Landnutzung und naturbasierte Lösungen für das Hochwasserrisikomanagement in Biosphärenreservaten

Im Umgang mit alpenweit steigenden Hochwasserrisiken leisten naturbasierte Lösungen einen wichtigen Beitrag, doch dafür braucht es Flächen, die oft in privater Hand sind. Deshalb untersucht das Projekt FLOW-BIOS gemeinsam mit österreichischen und schweizerischen UNESCO-Biosphärenreservaten, wie naturbasierte Lösungen auf privaten Flächen erfolgreich umgesetzt werden können.

Bach in Bergtal
Bach in Bergtal
Bach in BergtalBild: Michael Gams, CIPRA International
Bild: Michael Gams, CIPRA International

Hochwasserrisiken stellen eine bedeutende gesellschaftliche Herausforderung dar, die in den kommenden Jahren und Jahrzehnten aufgrund verschiedener globaler und lokaler Entwicklungen weiter zunehmen wird. Insbesondere der Klimawandel verändert das Auftreten und die Intensität von Hochwasserereignissen und wird voraussichtlich zu höheren ökonomischen und sozialen Schäden führen. Neben den biophysikalischen Herausforderungen werfen auch wichtige soziale und politische Entwicklungen, wie etwa das EU-Renaturierungsgesetz, neue Fragen auf, wie Flüsse in Zukunft gestaltet werden sollen bzw. müssen. Hierzu können insbesondere naturbasierte Lösungen (Nature-based Solutions NbS) einen wichtigen Beitrag leisten, um unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Allerdings benötigen NbS Flächen, die weit über das hinausgehen, was von der öffentlichen Hand allein bereitgestellt werden kann. Der Anspruch, private Flächen für die Umsetzung von NbS zu nutzen, führt jedoch häufig zu erheblichen Gerechtigkeitsfragen und Konflikten. An dieser Stelle können Biosphärenparks eine wichtige Brückenfunktion übernehmen und die Umsetzung von NbS gezielt vorantreiben. Das Projekt FLOW-BIOS untersucht gemeinsam mit österreichischen und schweizerischen Biosphärenparks, wie NbS auf privaten Flächen erfolgreich implementiert werden können, um unterschiedliche lokale, nationale und europäische Ziele miteinander zu verbinden und bestehende Ungleichheiten abzumildern.

Das Forschungsprojekt „FLOW-BIOS: Landnutzung und naturbasierte Lösungen für das Hochwasserrisikomanagement in Biosphärenreservaten“ (05/2026–04/2028) wird im Zuge des MAB Calls 2025 des ESS Programms an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und mit der Unterstützung des Forums Landschaft, Alpen, Pärke der SCNAT gefördert.

Dazu gehört

Kategorien

  • Hochwasser
  • Pärke

Kontakte

  • Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)
    Gregor-Mendel-Strasse 33
    1180 Wien
    Österreich

  • CIPRA International
    Kirchstrasse 5
    9494 Schaan
    Liechtenstein


  • UNESCO Biosfera Engiadina Val Müstair
    Bagnera 170
    7550 Scuol