Forschungsprojekt REGO
Reconciling Governance for Conservation and Sustainable Development in Biosphere Reserves
Mit Fokus auf Österreich und die Schweiz erforscht das Projekt REGO, wie existierende Governance-Modelle in UNESCO-Biosphärenreservaten ausgestaltet sind und wie sie umgestaltet werden können, damit die Biosphärenreservate ihre vielfältigen Aufgaben in Naturschutz und menschlicher Entwicklung optimal erfüllen können.

UNESCO-Biosphärenreservate (BR) sind ein wegweisendes Konzept, um Naturschutz und menschliche Entwicklung in Einklang zu bringen. Um dieses hehre Ziel zu erreichen, müssen BR eine Vielzahl von Aufgaben bewältigen und dies, laut den Strategiepapieren des ‚Man and the Biosphere‘ (MAB) Programmes, auch immer mehr unter Mitwirkung lokaler Akteure tun.
Dafür wäre eine exzellente Governance Voraussetzung, die BR mit notwendigen Kapazitäten, Finanzmitteln und Teilhabemöglichkeiten ausstattet. Bisherige Forschung zeigt allerdings, dass BRs nur selten in der Lage sind, dieses Ziel zu 100% zu erreichen und dass es eben an geeigneten Governance-Modellen dafür mangelt. Aktuell ist noch zu wenig Wissen vorhanden, wie dieses Problem behoben werden kann, da: (i) es von Seiten der UNESCO nur wenig Richtlinien gibt, wie Governance konkret ausgestaltet werden kann; (ii) bis dato noch kaum erhoben wurde, wie Governance in BR organisiert und gelebt wird; und (iii) es auch keine geeigneten Werkzeuge gibt, mit denen man evaluieren könnte, inwieweit Governance in BR in der Lage ist, Naturschutz und nachhaltige Entwicklung zusammenzuführen.
REGO hat sich zum Ziel gesetzt, diese Lücken zu schliessen. Mit Fokus auf Österreich und die Schweiz erforscht das Projekt, wie existierende Governance-Modelle ausgestaltet sind und wie sie umgestaltet werden können, damit BRs ihre vielfältigen Aufgaben optimal erfüllen können. Dazu sichtet das Projektteam die relevante Literatur, entwickelt neue theoretische Konzepte, führt Expert:innen-Interviews und untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen. Im Fokus stehen das gegenseitige Lernen der beteiligten BR und die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger:innen. Abschliessend werden auch neue Governance-Formate entwickelt und in den Biosphären Großes Walsertal und Engiadina Val Müstair umgesetzt. Dadurch leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag, um Biosphären-Governance auch im Hinblick auf die weitere Entwicklung des MAB-Programms zukunftsfit zu machen.
Das Forschungsprojekt „REGO: Reconciling Governance for Conservation and Sustainable Development in Biosphere Reserves“ (05/2026–04/2028) wird im Zuge des MAB Calls 2025 des ESS Programms an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und mit der Unterstützung des Forums Landschaft, Alpen, Pärke der SCNAT gefördert.
Kontakte
Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)
Gregor-Mendel-Strasse 33
1180 Wien
ÖsterreichUNESCO Biosfera Engiadina Val Müstair
Bagnera 170
7550 Scuol

